Der Organisator Herr Sommer vom Ulmer Theater fragt, ob ich beim nächsten poetry-slam im November mitmachen möchte. Diese Zeilen sind danach entstanden.
FRUCHTFLIEGEN
Es ist Hochsommer.
Ich bewege die Obstschale.
Klatsch! (klatsch in die Hände)
Mein Sohn klatscht in die Hände.
'7 auf einen Streich!'
Während er Tatsachen schafft,
hallt es in meinem Kopf:
"Ich erschaffe alles selbst."
Dieses Ding verfolgt mich so seit ich 30 bin,
gleich nach der Geburt des Sohnes ging es los.
"Ich erschaffe alles selbst."
Hhhmm... Naja...
dann hört die Überlegung auch schon auf
denn mit kleinen Kindern kann kein Satz
zuende gedacht werden.
"Ich will mal auf..."
"Wir können doch..."
"Lass uns noch die ..."
Nur einen Moment... Mama macht kurz AA
Doch zurück zum Hochsommer
Die Kinder sind nun höher als ich
und machen mehr auf einen Streich
doch dieser eine Gedanke ist immer noch da:
"Ich erschaffe alles selbst."
Also:
Bewegte Obstschale.
Fruchtfliegen fliegen
Sohn klatscht in die Hände
und tötet.
'7 auf einen Streich"
blödes Märchen
hab ich nie gemocht
ahh also das hier habe ich selbst erschaffen
- dieses Fruchfliegenparfait.
Also gut
tapferes Schneiderlein
im Märchen gewinnt das kleine Schneiderlein gegen die Starken,
weil es so schlau ist.
Das Motto: alles ist möglich.
Fliegende Früchte
Befruchtende Flüge
Flüchtende Flagge
Fluchende Flüsse
Fruchtbarr Frauen
Furchtbare Früchtchen
F F
A A
Alles ist möglich
Es dreht sich im Kreis.
Mir wird ganz schwindelig
Irgendwann schließt sich der Kreis
in einer liegenden Acht
Dann ist es vollbracht
und die Fruchtfliegen fliegen - wieder.
PS:
Das reicht auf gar keinen Fall für den poetry-slam ;-)
aber ich habs versucht!
Unter Prosa findet ihr noch weitere Gedichte.
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Montag, 11. Oktober 2010
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