Freitag, 8. Oktober 2010

"Die Arroganz der Mächtigen ist von gestern"

Was soll man sagen - jetzt einigt man sich schon auf den ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler, da widersprechen sich die Herren Geißler, Mappus und  Grube schon bevor die Schlichtung überhaupt angefangen hat - wie DOOF sind die eigentlich?

Hier mal was Angenehm-Normal-Schlaues dazu:

Tagesschau-Interview Tagesschau online  mit Dieter Rucht, Soziologie-Professor
"Die Arroganz der Mächtigen ist von gestern"


Bildung, Atom, "Stuttgart 21": Die Menschen wollen mitreden. Das bürgerschaftliche Selbstbewusstsein hat sich entwickelt - oft zum Ärger der gewählten politischen Elite. Doch Einmischung ist urdemokratisch, sagt der Berliner Protestforscher Rucht im Gespräch mit tagesschau.de. Die arrogante Haltung mancher Politiker sei von gestern.

tagesschau.de: Als "wohlstandsverwöhnt" hat Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll die Gegner des Bahnprojekts "Stuttgart 21" bezeichnet. Stimmt das? Erleben wir in Stuttgart einen Aufstand der Besserverdienenden?

Dieter Rucht: Es hat diesen Anschein. Aber das wäre noch kein Makel. Wir sehen hier die Mittelklasse der Gesellschaft, die ja auch als Leistungsträger hofiert wird. Sie macht sich für ein öffentliches Anliegen stark. Demokratietheoretisch ist das positiv.

tagesschau.de: Das Ende der politischen Apathie?

Rucht: Ja, zumindest in diesem Fall. Zumal der Mittelklasse ja auch vorgeworfen wird, sie mache sich nur für ihre Partikularinteressen stark - wie etwa beim Bürgerentscheid zur Schulreform in Hamburg. Die Demonstranten in Stuttgart haben aber keinen persönlichen Vorteil - egal, ob der Bahnhof umgebaut wird oder so bleibt. Die Menschen haben durchaus Belange des Gemeinwohls im Auge. Der Protest ist nicht klientelbezogen.
weiter...

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