Donnerstag, 3. Juni 2010

Fronleichnam - "Die schlimme Botschaft" von C. Einstein. Nur weil er die Schule wechselt heißt es noch lange nicht, dass er tot ist.

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Wikipedia:

Das Fronleichnamsfest (offiziell Hochfest des Leibes und des Blutes Christi) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie (s. Erklärung unten) gefeiert wird. Der Begriff Fronleichnam leitet sich vom mittelhochdeutschen vrône lîcham, „des Herren Leib“, ab (vrôn = „was den geistlichen oder weltlichen Herrn betrifft“, lîcham = der Leib). In der Liturgie heißt das Fest „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, regional wird es auch Prangertag oder Blutstag genannt. Im Englischen und in anderen Sprachen trägt das Hochfest den Namen Corpus Christi.

"...leibliche Gegenwart Jesu Christi... feiern..."

Die Eucharistie oder das Abendmahl, in einigen Freikirchen nur Brotbrechen genannt, ist eine Handlung im Rahmen eines christlichen Gottesdienstes, der an das für den christlichen Glauben heilvolle Sterben Jesu Christi erinnert und dieses vergegenwärtigt.

Es geht auf das letzte feierliche Mahl des Jesus von Nazaret mit seinen zwölf erstberufenen Jüngern am Vorabend seines Todes zurück, an das am Gründonnerstag erinnert wird. Es gehört mit der Taufe zu den für fast alle christlichen Kirchen wesentlichen gottesdienstlichen Handlungen. Dabei ist Jesus Christus nach jeweiligem Glauben in der von ihm gegebenen Gemeinschaft, in seinem Wort, im Glauben an ihn oder in den Gaben von Brot und/oder Wein gegenwärtig. Die Art und Weise dieser Gegenwart ist unter den christlichen Konfessionen umstritten.


Meine Zugabe: leiblicher Sohn Gottes entspricht also dem Brotleib, und das Blut Jesus dem Wein zum Trinken... hmmm?!
Nichts geht tiefer in den Körper als Speisen, gemeinsam Speisen bedeutet eine tiefe Gemeinsamkeit zu teilen, also so den göttlichen Ursprung zu teilen, sich erinnern. Da werden aber fleißig verschiedene Ebenen verkocht, ist durchaus interessant, wenn die Essenz im Auge behalten wird....
Welche Essenz? Na die Essenz, die Erinnerung daran, dass in jedem der göttliche Keim steckt.

Vielleicht war das Abendmahl auch einfach eine fette Party, wie 'ne Abiparty, weil sich Jesus so auf den neuen Lebensabschnitt gefreut hat und jetzt studiert.
Nur weil er die Schule wechselt, heißt es noch lange nicht, dass er tot ist.


In der Pauluskirche, Frauenstraße, Ulm wird vom Theater Ulm das Stück "Die schlimme Botschaft" von Carl Einstein aufgeführt. Die Szene Abendmahl bespielt kritisch das Sterben Jesus. Mit toten Künstlern verdient man besser als mit lebenden, die Kirche, in Persona Paulus, verlangt den Tod Jesus. Marketingfirmen sitzen mit am langen Tisch und wedeln mit Scheinen und Jesus jammert, ein Arzt erzählt irgendeinen langweiligen Vortrag.

Ich habe das Stück vor 10 Tagen gesehen. Es war grauenhaft. Oberflächlich inszeniert, laut, hektisch, aggressiv und das Thema Tod nur flach angeschnitten. Im "Schlimme-Botschaften-Sinne" ein echter Erfolg. Keinerlei Hoffnung, nur Verachtung, Chaos und Angst.
Allerdings saß ein junger Mann hinter mir in den leeren Reihen, ein Praktikant der örtlichen Presse. Er sprach mich an und fragte nach meiner Telefonnummer. Ich bemerkte dann, dass Jesus unter uns ist, eben nur nicht auf der Bühne wohin die ganze Aufmerksamkeit gelenkt wird, er saß die ganze Zeit hinter mir.
Am nächsten Tag rief er mich an um seinen Artikel mit O-Ton zu füllen. Mit Jesus im Team als öffentliches Sprachrohr... mehr geht nicht.

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