Freitag, 26. Februar 2010

Ich schwimme in Milch

Ich schwimme in Milch.

Fühl mich ganz leicht.
Habe ein genaues Bild vor Augen.
Der Himmel ist hellblau bis mittelblau.
Keine Wolken.
Das Milchmeer um mich herum ist vollmilchweiß, ganz sanft und zart.
Kleine Wellen.
Die Milch tut meiner Haut gut und schützt sie vor dem Austrocknen.
Und sie schützt mich vor Lärm.
Menschen, die nicht in Milch schwimmen wollen, können mich nicht erreichen.
Das ist so im Moment.

Die Milch will nichts von mir.
Sie nährt und trägt mich einfach,
Auf eine ganz neue Art.
Ich kann da auch nicht untergehen,
Wie im salzigsten Meer schwebt der Körper oben.
Alles so leicht.

Ich kann nicht sehen, ob es eine Strömung gibt,
denn ich bin mittendrin
und mittendrin ist Ruhe.
Wie beim Heißluftballonfahren kein Windstoß zu spüren ist.
Ich vertraue der Strömung.
Es gibt immer eine,
Nichts ist unbeweglich,
Alles verändert sich.

Alles flüssig.

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1 Kommentar:

  1. Wunderbar.

    Da schwimm ich mit.

    Weich, sanft und getragen - so ein schönes Bild.

    Danke.

    Mittagsgrüße von mir!

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