Freitag, 4. Dezember 2009

Adam und Eva





Ich will einmal die Geschichte von Adam und Eva aufführen. Am Besten die pixi-Version vom Carslen-Verlag, die mir 2008 in die Hände fiel. Eine Geschichte aus dem Alten Testament (1.Mose 1-3) nacherzählt von Jutta Bergmoser mit Illustrationen von Hella Seith. Hier ist sie in ihrer ganzen Fülle.

ADAM UND EVA

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, das Licht des Tages und die Finsternis der Nacht, die Meere und das Land und auch Pflanzen und Tiere. Dann schaute er sich um und sah, dass es gut war. Aber etwas fehlte ihm noch. Er wollte etwas schaffen, das ihm ähnlich war. Lange überlegte er, wie dieses Wesen wohl aussehen müsste.

Gott nahm einen Klumpen Erde und fing an zu kneten. Er sang bei der Arbeit, so gut gefiel ihm das, was er machte. Bald war der erster Mensch fertig.

Er nahm einen Kopf zum Denken, Hände zum Zupacken, Füße zum Laufen, zwei Augen und ein Herz, um die Schönheit der Welt zu sehen und zu genießen. Gott nannte ihn Adam.

Adam staunte über die Schönheit der Welt. Was gab es alles an großen und kleinen Wunderdingen! Doch irgendwann bemerkte er, dass jedes Tier einen Gefährten hatte, er aber ganz allein war. Seufzend setzte er sich unter einen großen Baum. "Du bist traurig, Adam", sagte Gott. "Ja, es ist nicht gut, wenn der Mensch allein ist."

Gott ließ Adam in einen tiefen Schlaf fallen. Und als er aufwachte, war er nicht mehr allein. Er hatte jetzt eine Gefährtin und die hieß Eva. Die beiden waren sich sehr ähnlich. und dennoch waren sie verschieden. Aber sie fühlten, dass sie aus einem Stück gemacht waren, dass sie zusammengehörten. Nie gab es Streit zwischen ihnen.

Glücklich verbrachten Adam und Eva ihre Tage im Garten des Paradieses. Dieser blühende Garten war ihnen von Gott anvertraut worden, dass sie ihn pflegten und bewahrten. Hier brauchten sie sich um nichts zu sorgen: Es gab immer genug zu essen und zu trinken. Tiere und Menschen lebten in Frieden miteigender.

In der Mitte des Gartens standen zwei ganz besondere Bäume: der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Eines Tages sagte Gott zu Adam und Eva: "Seht ihr diesen Baum in der Mitte des Gartens? Das ist der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Bitte esst nichts davon, denn sonst müsst ihr sterben."

Adam und Eva waren sich einig, dass sie Gottes Gebot beachten wollten. Aber die Früchte des Baumes erschienen ihnen von Tag zu Tag verlockender.

Eine Schlange beobachtete, wie sie auf die verbotenen Früchte schauten, und meinte: "Hat Gott euch verboten, davon zu essen? Ich weiß schon warum. Wenn ihr von diesen Früchten esst, werdet ihr klug und weise wie er. Versucht sie, dann werdet ihr sehen, dass ich Recht habe."

Eva griff als Erste zu und biss herzhaft in die Frucht hinein. Adam tat es ihr nach.

Mit einem Mal sahen sie die ganze Welt in einem anderen Licht. Sie bemerkten, dass sie nackt waren, und schämten sich voreinander. Vorher wäre ihnen das nie in den Sinn gekommen.

Sie wurden stolz, denn sie merkten, dass sie den Tieren überlegen waren. Ja, und jeder von ihnen wollte jetzt seine eigene Meinung durchsetzen.

Plötzlich hörten sie von weit her Gottes Stimme. Das flößte ihnen jetzt Angst ein statt Freude. Sie versteckten sich. "Adam, Eva, wo seid ihr?" rief Gott. "Warum versteckt ihr euch vor mir?"

Adam erwiderte: "Weil wir nackt sind." "Bisher hat euch das nichts ausgemacht. Habt ihr etwa vom Baum der Erkenntnis gegessen?" Da wurde Eva vor Scham ganz rot im Gesicht. "Schade", sagte Gott traurig. "Ich hab euch so lieb."

Jetzt durften Adam und Eva nicht mehr in dem schönen Garten bleiben. Sie sollten nicht auch noch vom Baum des Lebens esse. Gott führte sie aus dem Paradies heraus und von nun an bewachte ein Engel mit einem flammenden Schwert den Eingang.
Gott sorgte aber weiterhin für Adam und Eva. Er schenkte ihnen etwas zum Anziehen, damit sie sich nicht länger voneinander schämen mussten. Und er versprach ihnen, immer in ihrer Nähe zu sein.

Adam und Eva zogen in die Welt hinaus. Sie mussten nun selber mühselig ihr Brot verdienen, das Feld bestellen und Tiere jagen, damit sie genug zu essen hatten. Sie bekamen Kinder und auch diese bekamen Kinder. Und so gab es immer mehr Menschen.

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Liliths Kommentar: Dir ist ja hoffentlich klar, dass ich nicht die Früchten gegessen habe und deshalb noch unsterblich bin. Und rate mal was der Baum des Lebens soll?

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